Zum Büttger Schützenfest im Jahre 1950 trafen sich mehrere Herren am Eingang des Festsaales,
um am Tanzvergnügen mit ihren Damen teilzunehmen. Sie wurden aber mit der Begründung abgewiesen,
dass die Veranstaltung nur für Mitglieder des Schützenvereins wäre.
Also gründeten aus Freude am Schützenwesen im Jahre 1950 die Herren:
Konrad Endesfelder
Werner Schmidt
Heinrich Franken
Peter Reuter
die:
Scheibenschützen Gesellschaft Büttgen 1950 e.V.
Bei der Gründung legten sie den Vereinszweck genau fest:
Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde,
sowie die Förderung des Sports, insbesondere des Schießsportes.
Und wie das umzusetzen ist haben sie ebenfalls klar festgelegt:
Der Satzungszweck wird verwirklicht, insbesondere durch die Teilnahme am Schützen-
und Heimatfest und Tradition sowie das Abhalten und die Förderung sportlicher
Schießübungen und Veranstaltungen.
Nachdem Zweck und Umsetzung der SSG-Büttgen genau feststand konnte es losgehen.
Unter dem Motto:
"Sichres Auge, feste Hand braucht der Schütze auf dem Stand."
wurde mit dem monatlichen Schießen im ersten Vereinslokal Bresser in der Bahnhofsgaststätte
begonnen. Danach ging es auf dem Hof der Sauerkrautfabrik in Büttgen weiter. Da dies auf
Dauer kaum der geeignete Ort für die Ausübung des Schißsportes ist, machte mann im zweiten
Vereinslokal, der Gaststätte Wirkus, weiter. Dort wurde dann Grundstein für das wettkampfmäßige
Sportschießen gelegt. Im Laufe der Zeit war man aber mit diesem internen Schießen nicht mehr
zufrieden und wollte sich nach allgemeinen Wettkampfregeln mit anderen Schützen messen. So
beschloß man 1953 sich dem Rheinischen Schützenbund anzuschließen. Und 1966 erreichte der
damalige erste Vorsitzende, Heinrich Franken, nach langen Bemühungen, daß ein offizieller
Schießstand in den Räumen an der Turnhalle an der Aldegundisstraße eingerichtet werden konnte.
Dieser wurde im Jahre 1987 modernisiert und ist seit dem hervorragend ausgestattet, was ein
besonderer Verdienst des damaligen Vorsitzenden Karl-Heinz Pagel ist. Dort trifft man sich
regelmäßig einmal die Woche zum Schießen oder auf ein Glas Bier. Denn: Der Schießstand ist
die gute Stube der Gesellschaft. So werden bei uns neben Training und regionalen
Rundenwettkämpfen noch folgende, vereinsinterne Wettbewrbe abgehalten:
Darüber hinaus richtet die SSG-Büttgen im Auftrag der Regimentsführung das
Regimentsschießen der Büttger Schützenregimenter aus.
Seit Vereinsgründung im Jahre 1950 haben bei der SSG-Büttgen Katholische und
evangelische Christen, hiesige Rheinländer und aus allen deutschen Regionen nach Büttgen
zugezogene Bürger eine kontaktfreudige Gemeinschaft gefunden. Aber auch Andersgläubige
waren und sind bei uns jederzeit herzlich willkommen.
Neben dem regelmäßigen Schießtraining trifft mann sich bei der SSG-Büttgen zu:
In den vergangenen 50 Jahren haben die Scheibenschützen der SSG-Büttgen das
Schützenfest in Büttgen entscheidend geprägt. Mehrere Büttger Schützenkönige waren
Scheibenschützen der SSG-Büttgen, und aus unseren Reihen werden wir auch zukünftig
einen Schützenkönig stellen. Aber auch die Sebastianus Bruderschaft in Büttgen wurde
von der SSG Büttgen tatkräftig unterstützt. So waren die Vereinsmitglieder
Heinrich Franken von 1958 - 1964, und Peter Reuter von 1964 - 1969
1.ter Brudermeister bei der Sebastinus Bruderschaft Büttgen. Ohne unseren 1.ten
Böllermeister Willi Crombach und die Kanone der SSG-Büttgen wäre eine Eröffnung
des Schützenfestes nicht denkbar. (Gut, dann würde sich villeicht jemand anderes finden,
aber so schön wie Willi böllert keiner!)
Sei es zur Ausübung des Schießsports oder der Brauchtumspflege, im Vordergrund des
Vereinslebens steht die Abwechsulng und das Beisammensein. Allerdings ist der Verein
mittlerweile leicht "in die Jahre" gekommen. Das Durchschnitsalter der Scheibenschützen
ist gestiegen. Doch da die SSG-Büttgen über einen gut ausgestatteten Schießstand
verfügt, sehen wir der Zukunft positiv entgegen. Denn das sportliche Schießen ist nach
wie vor eine atraktive Erweiterung des Sportangebotes in Büttgen.